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Menuegrafik links unten Das DIN/Cinch Problem  
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  Frage:
Ich habe ein älteres Tonbandgerät. Ein- und Ausgänge sind 5-polige DIN-Buchsen. Die Ein-und Ausgänge an meiner neuen Anlage sind alle Cinch-Buchsen. Nun habe ich mir ein Adapterkabel von Cinch auf DIN besorgt, aber das funktioniert nicht richtig. Die Wiedergabe vom Tonbandgerät klingt recht gut, aber bei der Aufnahme ist alles verzerrt.
 
Antwort:
Es genügt nicht, lediglich die Form der Stecker "passend" zu machen. Es gibt einen anderen, wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Anschlußarten. Dieser Unterschied liegt in der Höhe der verwendeten Spannungen. Die bei Cinch zur Aufnahme verwendeten Signale liegen durchschnittlich bei ca. 100 bis 150 mV (Millivolt). Die bei DIN verwendeten Spannungen liegen zwischen 1 und 5 mV. Hieraus wird ersichtlich, das jedes Gerät mit Cinch-Ausgangsbuchsen ein Gerät mit DIN-Eingangsbuchsen bei der Aufnahme hoffnungslos übersteuern wird. Die nun naheliegende Idee, die Aussteuerungsregler am Tonbandgerät soweit zu schließen, das sich die Zeiger der Aussteuerungsinstrumente im "normalen" Bereich bewegen, funktioniert jedoch leider auch nicht. Der Grund hierfür ist in der Konstruktion der Eingangsstufen (und ihrer Anordnung) zu suchen. Grundsätzlich folgt direkt hinter der Eingangsbuchse eine erste Verstärkerstufe. Diese ist hauptsächlich vorgesehen um den Eingang des Tonbandgerätes vom Ausgang des Verstärkers (Rundfunkgerätes, etc.) zu entkoppeln. Erst nach dieser Eingangsstufe (und gegebenenfalls weiterer Stufen) erfolgt die Regelung der Aussteuerung. Würde man diese Regelung der Aussteuerung direkt hinter der Eingangsbuchse vornehmen, so ergäbe sich eine (je nach Reglerstellung) unterschiedliche Belastung der Ausgangsstufe des Verstärkers (Rundfunkgerätes, etc.), mit negativen Begleiterscheinungen. Aus dem oben geschriebenen wird ersichtlich, das aber bereits diese erste Vertärkerstufe von dem viel zu hohen Eingangssignal übersteuert wurde. Das an die Aussteuerungsregler weitergegebene Signal ist folglich bereits stark verzerrt.
Die Lösung dieses Problems liegt im Einfügen von Vorwiderständen in den Aufnahmezweig. Als universellste Lösung hat sich hier der direkte Einbau der Widerstände in den 5-poligen DIN-Stecker erwiesen. Der Widerstandswert ist unkritisch, da mit den Aussteuerungsreglern die Aussteuerung in weiten Bereichen nachgeregelt werden kann. Als brauchbarer Wert hat sich in der Praxis 470 kOhm erwiesen. Es sollten möglichst Metallschicht-Widerstände verwendet werden, da diese ein geringeres Rauschen und eine kleinere Toleranz als Kohleschicht-Widerstände aufweisen.
 
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  Als kleine Hilfe sind oben die Anschlußbelegungen für die Dioden (DIN) Stecker dargestellt (auf die Lötanschlüsse gesehen).  
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