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Teergrube.
 
Menuegrafik links unten Auf dieser Seite geht es um das "Zweit-schlimmste", das einem Tonbandfreund passieren kann.
Das "Schlimmste¹" wird weiter unten kurz angesprochen.
 
Die Rede ist hier von Antriebsriemen, die sich im Laufe der Jahre in ihre, teilweise flüssigen, Bestandteile auflösen.
 
   
 
Im oberen und auch auf den folgenden Bildern sind die Überreste der Antriebsriemen einer Philips N 4450 zu sehen. Es handelt sich dabei nur noch um eine extrem zähflüssige, schwarze Masse, die recht unangenehme Eigenschaften aufweist:
 
• resistent gegen die meisten Reinigungsmittel und dadurch auch sehr schwierig zu entfernen
• verschmutzt bei jeder Berührung Hände, Textilien und alles andere
 
Die genauen Gründe für diese Auflösungen sind mir nicht bekannt. Der wichtigste dürfte wohl die Zeit sein, wobei Zeit hier in Jahrzehnten gerechnet wird. Meines Wissens kann Gummi nur durch ultraviolette Strahlung und Fett so zersetzt werden. Nun ist allerdings mit ultravioletter Strahlung unter den verschraubten Abdeckungen eines Tonbandgerätes nicht in großer Menge zu rechnen. Bleibt also nur das Fett. Von diesem Stoff gibt es in solchen Geräten gewisse Mengen. Aber wie bereits geschrieben......
......so genau weiß ich das auch nicht.
 
Falls einer der Leser mehr zum Thema beisteuern kann, es würde mich interessieren.
 
Nach langwierigen Versuchen mit verschiedenen Reinigungsmitteln haben sich folgende Wirksamkeiten ergeben:
 
• Azeton (Nagellackentferner) = hochwirksam, löst aber leider manche Kunststoffe an. Deshalb für z.b. Riemenscheiben aus Kunststoff nicht geeignet.
 
• Kaltreiniger (der selbe, welchen ich auch zum Reinigen meiner Kawasaki Z 750 S verwende) = sehr wirksam, auch zum Säubern der, oben beschriebenen Kunststoffteile verwendbar.
 
• Alkohohl, Brennspiritus = brauchbar
 
• Benzin = brauchbar
 
• diverse Haushaltsreiniger = unbrauchbar
 
• Seife = unbrauchbar
 
• Waschmittel = unbrauchbar, deshalb sollte man den "Flüssiggummi" auch nicht an die Kleidung kommen lassen. Damit ist dann auch eine Markenwaschmschine überfordert.
 
Oben eine Auswahl der verwendeten Hilfsmittel. Nicht mit auf dem Bild ist die Packung Einweg-Vinyl-Handschuhe, die ich mir, nach stundenlangem Schrubben meiner Hände, dann doch besorgt habe.  
Die Vorgehensweise beim Entfernen der Gummireste ist eigentlich, so denke ich, recht einfach. Einige Dinge gilt es jedoch zu beachten:
 
• Sorgfältig arbeiten! Die Reste der alten Gummis sind recht agressiv und können innerhalb kürzester Zeit jeden neuen Riemen zerstören. Die Zahnstocher im oberen Bild sind z.b. dazu gedacht, auch noch die letzten Reste aus den Riemenscheiben zu entfernen.
 
• Alles was sich irgendwie demontieren läßt, sollte auch abgebaut werden. Es ist sehr viel einfacher, eine Riemenscheibe im Lösungsmittel einzuweichen und sie dann zu säubern, als diese Arbeit irgendwo in den verwinkelten Eingeweiden eines Tonbandgerätes vorzunehmen.
 
• Dokumentieren. Es ist immer gut, wenn man beim Zusammenbau ein paar Bilder zur Hand hat, die zeigen, wo diese kleine Feder nun wirklich hingehört (Erfahrungswert). Das sollte im Zeitalter der Digitalkameras eigentlich kein Problem mehr sein.
 
• Unterlagen. Wenn irgend möglich, sollte man sich die Serviceunterlagen für das betreffende Gerät besorgen. Die für das N 4450 gibt es an anderer Stelle meiner Seiten zum kostenlosen Download (Rubrik: Anleitungen/Pläne/Downloads). Besonders wichtig sind die Schmiervorschriften, da die Reiniger auch jedes Fett gleich mit entfernen.
 
Nachfolgend noch ein paar Bilder die den Zustand nach der Arbeit, die übrigens einige Stunden gedauert hat, zeigen. Oben die linke Seite. Die Verfärbungen im Metall lassen sich nicht mehr weiter entfernen.  
Die beiden Schwungmassen mit neuem Riemen. Dahinter gut zu sehen die Lämpchen für die Schalter (übrigens auch neu).  
Hier der linke und der rechte Spulenteller mit neuen Riemen.  
Nun noch, wie bereits oben versprochen, noch ein paar Worte zum "Schlimmsten¹", das einem Tonbandfreund wiederfahren kann. Die Rede ist hier von genau solchen Erscheinungen bei den (Gummi)-Andruckrollen. Ursachen und Auswirkungen sind die Gleichen wie bei den Riemen, nur leider sind die Folgen um einiges schlimmer. Das liegt daran, das solche Andruckrollen um einiges teurer sind als ein Satz Riemen. Für viele Geräte sind sie leider überhaupt nicht mehr erhältich. Eine zuverlässige und preisgünstige Bezugsquelle für Riemen und Andruckrollen ist auf meiner Linkseite zu finden.  
 
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